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Bell-Mietflotte bei Kompakt-Erdbau

Published: 10th March 2015
Source: Bell Equipment

Effizienz „auf Abruf“

Mit langfristig angelegten Full-Service-Vereinbarungen bietet die Mietflotte von Bell Equipment Deutschland ein attraktives Modell für Unternehmen, die ihre Fuhrpark-Investitionen entlang der aktuellen Auslastung planen und dennoch nicht auf hohe Effizienz und Verfügbarkeit verzichten können. So wie die sächsische Kompakt-Erdbau GmbH, die bundesweit Abraum-Maßnahmen mit hohen Massenvolumen durchführt und dabei auf leistungsfähige Bell-Mietdumper setzt.

Spezialist für große Massen

Großangelegte Abraumprojekte in Tagebauen und Steinbrüchen mit Massenbewegungen von mehreren Zehntausend bis weit über eine Million Kubikmetern sind die Domäne der 1998 gegründeten Kompakt-Erdbau GmbH. Vom Hauptsitz im sächsischen Döbeln aus arbeitet das Unternehmen bundesweit und bietet Betreibern auf Wunsch Komplettlösungen von der bergmännischen Aufschlussplanung bis hin zum fachgerechten Einbau des Materials. Zum Leistungsspektrum zählen neben der Abraumgewinnung im fortschreitenden Abbau auch Neuaufschlüsse von Lagerstätten sowie Renaturierungs- bzw. Sanierungsmaßnahmen stillgelegter Flächen oder Betriebe. 

Entsprechend flexibel führt Inhaber Frank Plaschnick seinen Betrieb mit 25 Mitarbeitern, die mehrheitlich in eigenständigen Bauteams auf parallelen Projekten arbeiten. Neben qualifiziertem Personal setzt dies auch eine leistungsfähige Fuhrparkorganisation voraus, insbesondere hinsichtlich der benötigten schweren Maschinenklassen und deren termingerechter Bereitstellung an wechselnden Einsatzorten. Seit geraumer Zeit zählt Kompakt-Erdbau hier auf leistungsfähige Mietpartner: Etwa zwanzig langfristig angemietete Großbagger, Raupen und Muldenkipper bilden den Kernbestand, der projektbezogen kurzfristig um notwendiges Gerät ergänzt wird. „Wir gewährleisten damit unseren Kunden eine moderne Maschinenausrüstung, die in Leistungsvermögen und wirtschaftlich dem Stand der Technik entspricht,“ erklärt Frank Plaschnick sein Fuhrparkkonzept. Darüber hinaus ergeben sich logistische Vorteile: hohe Investitionen in eigene Bauhof- oder Werkstattkapazitäten entfallen, die Mietpartner übernehmen Bereitstellung, Wartung und fällige Reparaturen.

Allround-Mulden gefragt

Seit über zwei Jahren bilden Bell-Mietdumper das Rückgrat der Transportflotte im Unternehmen. Auf Basis langfristiger Mietvereinbarungen mit dem Bell-Partner Beutlhauser Dresden und direkt mit dem Mietservice von Bell Equipment Deutschland rüstet Frank Plaschnick seine Teams mit Bell B40D aus. Bis zu zehn Vierzigtonner gleichzeitig hält Kompakt-Erdbau „unter Vertrag“, aufgeteilt auf unterschiedliche Projekte an mehreren Standorten.

„Als ausgereifter Allrounder ist der Bell B40D für unsere Zwecke ideal. Im Abraum harmoniert er gut mit unseren 5-m³-Tieflöffeln und bietet auch bei heterogenem Material ausreichend Reserven. Auf Strecke überzeugt er mit guten Fahrleistungen und nimmt es auch mit sehr widrigen Bedingungen beim Laden oder Abkippen auf,“ so Plaschnick. Auch die Wirtschaftlichkeit der durchweg mit Blu@dvantage-Abgasreinigung (SCR) ausgerüsteten Vierzigtonner stimmt: „Gerade im Abraum treten immer wieder Verbrauchsspitzen auf, im Projektverlauf pendeln sich jedoch alle unsere Bell B40D verlässlich auf moderate Durchschnitte ein,“ veranschaulicht Frank Plaschnick den Betriebskosten-Vorteil.

Ebenso wichtig in der Kalkulation ist jedoch eine hohe Verfügbarkeit der Maschinen im Feld: „Im Mehrschichtbetrieb mit extrem hohen Umschlagleistungen drehen sich die Uhren sehr schnell, hier benötigen wir ‚junge Maschinen‘ ohne Wartungsstau, wie wir sie über unsere Full-Service-Vereinbarung mit der Bell-Mietflotte und ihrer Partner erhalten.“ Dabei stellt die enge Anbindung an das flächendeckende Bell-Servicenetzwerk auch die verlässliche Koordination notwendiger Regelwartungen oder dringender Reparaturen durch die zuständigen Disponenten in der Mietzentrale sicher.

Leistung im Abraum

Wie hoch die Anforderungen an Bell-Mietdumper bei Kompakt-Erdbau sind, zeigte sich bei einem Abraumprojekt der Caminauer Kaolinwerke GmbH im vergangenem Sommer. Im zur internationalen Quarzwerke Gruppe zählenden Lausitzer Tagebau werden jährlich etwa 650.000 Tonnen Roherde abgebaut und entsprechend des 30-%igen Kaolin/Quarzsand-Anteils zu rund 200.000 Tonnen hochwertiger Produkte für die Papierindustrie weiterverarbeitet. Der eigentliche Abbau erfolgt ganzjährig per Schaufelradbagger mit angeschlossenem Landband-Transport – die Gewinnung und fachgerechte Verfüllung des in mehreren Metern Mächtigkeit anstehenden Abraums wird in periodischen Abständen an Erdbauspezialisten mit konventionellen Hüllkreisbaggern und 6x6-Mulden vergeben.

Bereits seit einigen Jahren arbeitet auch Kompakt-Erdbau regelmäßig in Caminau – in den Monaten Juni und Juli 2014 waren insgesamt 250.000 m³ Abraum mit einer Mächtigkeit von 7,5 Metern zu entnehmen und in ausgebeuteten Bereichen des Tagebaus zu verfüllen. Sandige und plastische Tone in den teilweise wasserführenden Schichten machten die Arbeiten sehr witterungssensibel. Kritisch war dabei die Untergrundbeschaffenheit auf den bis 600 Meter langen Transferstrecken (max. Steigung 1:4) bzw. Lade- und Kippstellen sowie das stark schwankende Ladegewicht der eingesetzten Knicklenker. Entsprechend hoch war der Maschineneinsatz getaktet: In Doppelschichten (2 x 10 Std.) bewegten ein 5,2-m³-Tieflöffelbagger sowie vier Bell-Vierzigtonner bis zu 8000 m³/Tag.

Obwohl gerade in feuchten tonigen Partien die Nutzlastreserven der mit automatischer Heckklappe 24 m³ fassenden Bell-Mulden (nominal 37,0 t) regelmäßig voll ausgeschöpft wurden, erreichten die 335-kW-starken Bell B40D zuverlässig ihr Umlaufsoll und überzeugten wirtschaftlich: Mit Spitzenwerten von gut 40 l/h, lag der dokumentierte Durchschnittsverbrauch über insgesamt 37 Arbeitstage bei 29,5 l/h.


Die Bell B40D der Kompakt Erdbau GmbH arbeiten meist im Verbund mit 5,2-m³-Tieflöffelbaggern.

 

Trotz aufwendiger Wegepflege stellte der Untergrund im Kaolin-Tagebau Caminau höchste Anforderungen an die Bell B40D.

 

Steigungen unter Maximallast kennzeichneten die Umläufe im Kaolin-Tagebau Caminau.

 

Auf Kante: Der gewonnene Abraum (im Hintergrund) wurde im Tagebau fachgerecht verfüllt.

 

Der Abraum-Einsatz im Kaolin-Tagebau Caminau war von stark wechselnden Materialzusammensetzungen geprägt.

 

Geschäftsführer Frank Plaschnick, Kompakt-Erdbau, Werksleiter Helmut Struchtrup, Caminauer Kaolinwerke und Alexander Schwarzkopf, Bell Equipment bei einem Besuch im Kaolin-Tagebau Caminau.